Covid-19, Ökokrise und Agrobusiness

Eine Buchanpreisung
 
und dazu noch ein Video:
 

ein Gespräch mit Rob Wallace
und Aktistivsten für
„Agrarian Justice“ aus Myanmar,
Indonesien, Palästina
und Europa
 

In den sogenannten sozialen Medien verbreiten sich die verschiedensten Geschichten von diversen Verschwörern und Finsterlingen, die Covid-19 als Pandemie erfunden hätten und damit miese Geschäfte machen würden.

Demgegenüber steht, was die große Mehrheit der Experten, Politiker und Medien sagen: „Wir leben in einer Naturkatastrophe“ (Kleine Zeitung 17.5.), „diese Pandemie ist … eine Naturkatastrophe“ (FAZ 23.9.). Die staatlichen Maßnahmen und die Entwicklung neuer Medikamente und eines Impfstoffs werden uns schützen und, so die Hoffnung, „die Rückkehr zur Normalität“ bringen.

Allerdings ist auch hier große Skepsis angebracht: Mit Covid-19 erleben wir eine Naturkatastrophe, die es ohne menschliches Zutun nicht gäbe. Im Klappentext des Buches heißt es dazu:
„Seitdem Menschen sesshafte Landwirtschaft betreiben, kommt es immer wieder zu tödlichen Epidemien. Aber warum nehmen diese Infektionen heute die Form weltweiter Pandemien an, so wie es bei COVID-19, SARS, MERS oder der Vogelgrippe der Fall war? Warum häufen sie sich – und was lässt sich dagegen unternehmen? Der US-amerikanische Biologe Rob Wallace erklärt, wie Pandemien entstehen und warum sie sich global ausbreiten. In seiner Analyse berücksichtigt er die evolutionäre Dynamik der Krankheitserreger ebenso wie die gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Strukturen. So skizziert er eine politische Virologie, die den »Eigensinn der Mikroben« ebenso berücksichtigt wie Freihandelsverträge, Tierzuchtmethoden und die Eigentumsverhältnisse. Die Ursache von COVID-19 sieht er in weltweit schwindender Biodiversität, Landübernutzung und Massentierhaltung, kurz: im herrschenden kapitalistischen Nahrungsregime. Und solange der ökologische Raubbau anhält, erklärt Rob Wallace, werden Epidemien außer Kontrolle geraten.“

Rob Wallace, Evolutionsbiologe und Epidemiologe, unterrichtete am ‚Institute for Global Studies‘ an der Universität von Minnesota. Er beriet die ‚Food and Agriculture Organization‘ der UNO und die US-Gesundheitsbehörde ‚Center for Disease Control and Prevention‘. Heute arbeitet er bei der ‚Initiative Agroecology and Rural Economics Research Corps‘, die ökologische landwirtschaftliche Methoden erforscht und umsetzt.